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Kontakt zur Klinik

Chefarzt:
Dr. med. Kai Griepentrog

Telefon: 037296 / 53-2200
Telefax: 037296 / 53-2219

E-Mail:  Chirurgie2@kkh-stl.de

Sprechstunde

Mi 11:00 Uhr
Gefäßchirurgie

Mi 13:00 Uhr
Allgemein- und Viszeralchirurgie

Telefonische Anmeldung: 037296/53-2200

Zertifikat
Die Klinik bekam 2014 das Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft verliehen.
Patienteninformationen
Letzte Aktualisierung
24.08.2017
Gefäßchirurgie
Krampfadern Chefarzt Dr. Griepentrog während der Sprechstunde Während der Operation
Patienteninformation - Krampfadern:

Die Krampfader

Der Begriff Krampfadern (Varikosis) stammt von dem mittelhochdeutschen Wort "Krummadern", das heißt krumme, geschlängelte Adern. Medizinisch gesehen ist eine Krampfader (Varize) eine erweiterte und in ihrer Funktion gestörte Vene.

Wer bekommt Krampfadern?

Häufig führt eine ererbte Bindegewebsschwäche mit Schwächung der Venenwand sowie der Venenklappen zu einer Störung des Rückflusses des Blutes. Die Beinvenen transportieren das Blut zurück zum Herzen. Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung fließt und nicht in die Beine zurücksacken kann. Eine Störung der Klappenfunktion führt nun zu einem Rückstau des Blutes im Bein. Die Venen weiten sich und treten sichtbar hervor. Begünstigt wird die Erkrankung vor allem durch Übergewicht, langes Stehen, Schwangerschaft und Bewegungsarmut. Im Alter zwischen 25 und 74 Jahren weist ca. jeder 2. Europäer Krampfadern auf.

Folgen einer Nichtbehandlung

Im Laufe der Zeit können schwere Schädigungen des Beines und des Venensystems eintreten. Hier sind zum einen Entzündungen der Krampf-adern zu nennen, in deren Folge eine Venenthrombose auftreten kann. Eine andere Spätfolge der unbehandelten Krampfader kann die Entstehung eines Geschwürs (offenes Bein) darstellen. Behandlungsmöglichkeiten

Man unterscheidet operative und konservative Behandlungsmethoden. Mit welcher Methode behandelt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
  • Kompressionstherapie
    Durch Kompression von außen entsteht für die Muskulatur ein Widerlager, wodurch die Förderleistung der Muskel-Venen-Pumpe ver-bessert wird. Anwendung finden Kompressionsstrümpfe, die von einem Fachmann individuell angepasst werden müssen. Bei täglichem Tragen und richtiger Pflege sollte der Strumpf nach einem Jahr ersetzt werden.

  • Operative Therapie
    Dass Operieren nichts nütze, stimmt nicht. Die Neigung zur Neubildung von Krampfadern bleibt zwar bestehen (genetische sowie weitere Faktoren), jedoch erreicht eine neu auftretende Krampfader selten das gleiche Ausmaß wie vor dem Eingriff. Ziel der Operation ist es, die erkrankten Teile der Stammvene mit zerstörten Klappen auszuschalten und den Blutfluss über die gesunden Venen zu steuern. Die Varizen werden über Sonden herausgezogen (sogenanntes Stripping) und über kleine Minischnitte (ca. 2-3 mm klein) entfernt.

  • Veröden von Varizen (Sklerotherapie)
    Mittels Injektion eines Verödungsmittels in die Krampfadern wird eine künstliche Venenentzündung provoziert. Die Vene verschließt sich und wird zu Bindegewebe umgewandelt. Diese Methode ist risikoarm, belastet den Patienten kaum und wird bevorzugt bei Seitenast- und Besenreiservarizen eingesetzt (kosmetische Gründe).

  • Radiofrequenztherapie
    Über eine Punktion (kleiner Einstich) wird eine Radiofrequenzsonde (VNUS) ins Innere des Blutgefäßes eingebracht. Die Vene wird durch gezielte Radiofrequenzenergie beim Zurückziehen der Sonde im Inneren des Blutgefäßes durch die entstehende Hitze verschlossen. Der Rückfluss des Blutes wird so gestoppt. Der verschlossene Venenteil wandelt sich im Laufe der Zeit zu einem bindegewebigen Strang um. Diese Methode unter örtl. Betäubung ist schonend, muss jedoch bei der Krankenkasse beantragt werden.
Welche Behandlung ist die Richtige für mich?

Erst nach Vorliegen der genauen Diagnose kann entschieden werden, ob eine konservative Behandlung, ein operativer Eingriff oder ein endovenöses Verfahren in Frage kommen. Auch eine Kombination der verschiedenen Therapieverfahren ist möglich. Sie haben Fragen?

Wir stehen Ihnen gerne während unserer gefäßchirurgischen Sprechstunde für sämtliche Fragen zur Verfügung. Durch die klinische Untersuchung stellen wir das Ausmaß der Erkrankung fest und können Empfehlungen über auf Sie abgestimmte Therapieverfahren aussprechen.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass die Neigung zur Krampfaderbildung angeboren ist. Wir können deshalb Krampfadern beseitigen, Sie aber leider nicht vor einem Wiederauftreten schützen.

Sprechzeit: Mi 11:00 Uhr

Anmeldung unter Tel.: 037296 53-2200

Ein Überweisungsschein durch Ihren Hausarzt oder einen Facharzt für Chirurgie ist für die Vorstellung in der Sprechstunde notwendig.

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