Zertifiziertes Managementsystem - Zertifikat anzeigen

Kontakt zur Klinik

Chefarzt:
Dr. med. Kai Griepentrog

Telefon: 037296 / 53-2200
Telefax: 037296 / 53-2219

E-Mail:  Chirurgie2@kkh-stl.de

Sprechstunde

Mi 11:00 Uhr
Gefäßchirurgie

Mi 13:00 Uhr
Allgemein- und Viszeralchirurgie

Telefonische Anmeldung: 037296/53-2200

Zertifikat
Die Klinik bekam 2014 das Qualitätssiegel der Deutschen Herniengesellschaft verliehen.
Patienteninformationen
Letzte Aktualisierung
24.08.2017
Viszeralchirurgie
Leistenbruch schematische Darstellung des Bauchwandbruchs Während der Operation
Patienteninformation - Hernien:

Die Hernie

Der Begriff "Hernie" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Bruch". Bei einer Hernie bricht die Bauchdecke auf und die Eingeweide treten durch die entstandene Öffnung hervor.

  • Am häufigsten kommt die Leistenhernie bzw. der Leistenbruch vor. Hier ist die Bauchdecke in der Leistengegend aufgebrochen. Seltener sind Brüche der Mittellinie der Bauchwand, wozu zum Beispiel auch der Nabelbruch zählt.

  • Der Narbenbruch, d. h. ein Aufbrechen einer durch eine Operation im Bauchraum entstanden Narbe ist eine weitere sehr häufige Hernienart nach Bauchoperationen. Verantwortlich ist das deutlich weniger elastische Narbengewebe.
Ein Bruch heilt niemals von selbst. Je länger der Bruch vorliegt, desto größer wird er. Zu Beginn sind die Beschwerden oftmals gering. In kleinen Brüchen kann jedoch Darmgewebe einklemmen und dadurch eine bedrohliche Situation entstehen. Die Bruchoperationen sind die häufigsten viszeralchirurgischen Eingriffe überhaupt.

Die Klinik für Viszeral- und Gefäßchirurgie am KKH Stollberg erhielt 2014 von der Deutschen Herniengesellschaft das "DHG-Siegel Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie".

Operationsmethoden

Je nach Art des Bruches kann die Operation in Vollnarkose oder einem regionalen Betäubungsverfahren durchgeführt werden. Nachfolgende Operationsmethoden werden angewandt:

Nahtverfahren

Um den Bruch zu schließen, wird der Bruchsack versenkt und das Bauchfell und die Bindegewebs- bzw. Muskelschichten werden vernäht. Die Bruchlücke wird spannungsfrei verschlossen. Dieses Verfahren kommt bei kleinen Brüchen zur Anwendung.

Verwendung von Netzen

Im offenen als auch minimalinvasiven Verfahren (s. u.) wird ein nicht oder teilweise auflösbares Kunststoffnetz auf die Bruchstelle aufgebracht. Anschließend wird die Wunde verschlossen. Durch den Gebrauch von Netzen können die Brüche spannungsfrei behandelt werden. Netze werden meist bei Leistenbrüchen oder größeren Bauchwandbrüchen implantiert.

Schlüssellochtechnik (minimalinvasiv)

Hierbei sind nur wenige kleine Bauchschnitte erforderlich. Der Bruch wird mit Hilfe einer Kamera durch eine Bauchspiegelung durch ein Kunststoffnetz verschlossen. Anwendung findet dieses schmerzarme Verfahren bei der Behandlung von Leistenbrüchen (v. a. beidseitigen Brüchen oder wiederaufgetretenen Brüchen), aber auch bei Narben- und Mittellinienbrüchen.

Vor der Operation

Die körperliche Untersuchung durch den Arzt zeigt, ob ein Bruch vorliegt. Eine Ultraschalluntersuchung kann den Befund überprüfen. Falls der Bruch sehr klein und nicht tastbar ist, können auch bildgebende Verfahren (Computertomografie) zum Einsatz kommen.

Nach der Operation

Wenige Stunden nach der Operation können und sollten Sie zumeist wieder kurze Strecken gehen können. Heilungsverlauf und Belastbarkeit sind individuell unterschiedlich und abhängig von der Bruchlokalisation und Größe des Eingriffs. Sobald Schmerzen entstehen, sollte die Belastung reduziert werden. Schweres Heben und Tragen sollten auf alle Fälle in den ersten 4-5 Wochen vermieden werden, bei großen Bauchwandbrüchen auch länger.

Komplikationen

Bei einem operativen Eingriff gibt es generell immer Risiken. Insgesamt treten bei Bruchoperationen sehr selten Komplikationen auf. Eine Einblutung im Operationsgebiet oder die Ansammlung von Gewebswasser können meist ohne eine erneute Operation behandelt werden. Große Bruchoperationen, insbesondere Narbenbruchoperationen bergen mitunter das Risiko einer Verletzung von Baucheingeweiden.

>>> Druckversion (.pdf) <<<