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25.04.2017
Neueste digitale OP-Planungs-Software in Stollberg im Einsatz

Zwei Mal im Jahr findet die Veranstaltung „ENDOPROTHETIK“ im Kreiskrankenhaus Stollberg statt, in der Chefarzt Dr. Hubel den modernen Gelenkersatz im EndoProthetikZentrum Stollberg laienverständlich erklärt und vorstellt. Am 19. April war es wieder soweit und das Café mit 95 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern gut gefüllt. Auch die digitale OP-Planung wurde hierbei angesprochen.

Dargestellt wurden an diesem Abend, der ganz im Zeichen des modernen Gelenkersatzes in Stollberg stand, unter anderem auch die Vorbereitungen für einen solchen Eingriff. Diese beginnen schon, wenn der Patient noch nicht einmal im Krankenhaus ist, nämlich mit der umfassenden Vorplanung der Operation am Computer. Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, EndoProthetikZentrum Stollberg und Traumazentrum nutzt für ihre orthopädischen Eingriffe die neueste Version der Endoprothetik-Planungssoftware mediCAD. Das Programm wurde für orthopädische Chirurgen und Kliniken entwickelt und wurde aktuell in Stollberg auf den neuesten Stand gebracht.

Wichtig für eine gute Planung am Computer sind exakte Röntgenbilder. Für Patienten, die für einen Gelenkersatz vorgesehen sind, müssen als Grundlage im Vorfeld aktuelle Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Die Software kann, vereinfacht gesagt, die einzusetzenden Implantate sowie deren zugehörige Komponenten über die Radiologiebilder des Patienten legen. Damit kann beispielsweise bei einer Hüftoperation eine geeignete Pfannen-/Schaftkombination effizient am Bildschirm geplant werden. Insbesondere bei Knieprothesen ist die präoperative Planung anhand der kompletten Beinachsen mit höchster Genauigkeit sehr wichtig.

Die Software greift dabei zum einen auf eine Implantat-Datenbank zurück, die Implantate und Zubehör von derzeit über 100 Herstellern enthält. Zum anderen werden die Daten der krankenhauseigenen Bilddatenbank (PACS) genutzt, in denen die Röntgenbilder der Patienten sicher gespeichert werden.



„Wir können auf diese Weise die Schnitte am Knochen sowie die Positionierung bzw. die Passgenauigkeit der einzusetzenden Prothese auf dem Bildschirm simulieren und so verschiedene Implantate und Größen prüfen“, führt Chefarzt Dr. Hubel aus.

Bilder der digitalen OP-Planung