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14.12.2016
Schließung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe zum 31.12.2016

Die Schließung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Kreiskrankenhauses Stollberg zum 31.12.2016 ist nunmehr beschlossen, nachdem die Geburtshilfe seit Anfang 2016 ausgesetzt werden musste.

Durch fehlende Hebammen musste die Geburtshilfe seit Januar 2016 pausieren. Eine Wiedereröffnung der Geburtshilfe war im Jahresverlauf greifbar nah, konnte aber durch entgegenstehende Entscheidungen von beteiligten Hebammen nicht umgesetzt werden. Sowohl ärztliches als auch pflegerisches Personal wurde weiter mit dem Ziel der Widereröffnung der Geburtshilfe beschäftigt. Auch die räumliche und technische Struktur der Klinik war durchgehend einsatzbereit. Im Zusammenhang mit dem Ruhen der Geburtshilfe sank auch die Inanspruchnahme der Gynäkologie im Jahr 2016.

Die fehlende Geburtshilfe stellte insbesondere die Ärzte in der Facharztweiterbildung vor Schwierigkeiten, weil damit eine komplette Weiterbildung im Fachgebiet nicht angeboten werden konnte. Es folgten Kündigungen von Ärzten.

Die Kreiskrankenhaus Stollberg gGmbH muss sich aufgrund dessen per 31.12.2016 von der Fachrichtung Frauenheilkunde und Geburtshilfe trennen. Der Klinikbetrieb der Gynäkologie wird noch bis 16. Dezember 2016 aufrechterhalten. Die gynäkologische Notfallversorgung wird ab dem 11.12.2016 eingestellt.

Der Chefarzt der Klinik orientiert sich neu. Frau OÄ Claudia Weichel wechselt komplett in die MVZ-Frauenarztpraxis nach Lugau. Unsere junge Kollegin in Ausbildung wechselt innerhalb der Krankenhaus-Gesundheitsholding in das Erzgebirgsklinikum Annaberg und setzt dort ihre Ausbildung fort. Den Mitarbeiterinnen in der Pflege wurde die weitere Beschäftigung im Kreiskrankenhaus angeboten. Während die Krankenschwestern das Angebot annahmen, haben sich die meisten der Kinderkrankenschwestern jedoch eine andere Stelle in der Umgebung gesucht, um weiterhin als Kinderkrankenschwester tätig sein zu können.

Die Behandlung von gynäkologischen und geburtshilflichen Patientinnen erfolgt durch die umliegenden Krankenhäuser.

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